Leistung soll sich lohnen

23. October 2006

Ein Staat in einer Gesellschaft mit einer sozialen Marktwirtschaft muss dafür sorgen, dass die Einkommensungleichheit innerhalb der Gesellschaft nicht allzu groß wird. Dabei darf er bei den Bürgern natürlich nicht die Hoffnung zerstören, mit mehr Leistung den sozialen Aufstieg zu schaffen. Ein sicherlich nicht einfacher Drahtseilakt. Betrachtet man den Gehaltssteigerungen der Topmanager in den letzten 10 bis 15 Jahren wird deutlich das dieser Drahtseilakt nicht geschafft wurde. Ohne eine wissenschaftliche Studie zur Hilfe zu nehmen, weiss ein jeder, dass das Einkommen einer Haushälterin und das eines Topmanagers nicht proportional gestiegen ist. Hier soll keine Neiddebatte angestossen werden, aber die Esser’s und Ackermann’s dieser Welt vergiften das gesellschaftliche Klima, anders ist die Empörungswelle nach dem Siemens-BENQ Theater nicht zu deuten.

Aus ökonomischer Sicht wäre sicherlich nichts dagegen einzuwenden, das der TopManager das hundertfache verdient, würde er auch die Produktivität des Unternehmens in gleichem Masse erhöhen. Dem ist aber nicht so. Andersherum wird ein Schuh draus. Der im Akkord arbeitende Fliessbandarbeiter erzielt sein Einkommen unmittelbar aufgrund seiner geleisteten Arbeit. Die Topmanager hingegen erzielen Ihr Einkommen häufig, zu häufig unabhängig von Ihrer Leistung. Verdient die Kraft am Lager 2.000 Euro sollten für den Topmanager 50.000 Euro ausreichen.

Der Personalberater, der daran auch kräftig mitverdient, wird jetzt sicherlich einwenden, das es ja einen Markt für solche Spitzenkräfte gibt. Wenn man nun eine solche Spitzenkraft einstellen will, muss man den marktüblichen Preis zahlen. Richtig ! Aber auf diesen Markt kommen auch immer wieder neue Manager deren Gehaltsvorstellung sich noch im Rahmen halten und die deshalb auch nicht schlechter sein müssen. Einige Profifussballklubs in der Bundesliga (deren Spieler Managergehälte beziehen) haben erfolgreich gewollt oder ungewollt neue Wege eingeschlagen. Hertha BSC und VfB Stuttgart setzen erfolgreich auf junge Spieler, die bedeutend weniger Kosten verursachen und dennoch Leistung bringen.

Wenn Topmanager aus nicht ersichtlichen Gründen exorbitante Gehälter beziehen, wie kann man dann noch jungen Leuten vermitteln, dass sie sich anstrengen sollen. Denn Leistung wird belohnt oder ?

 

GEZ für PCs

23. October 2006

Wer die technischen Voraussetzungen hat über das Internet ARD oder ZDF zu sehen (sprich jeder der einen PC hat) wird zukünftig zur Kasse gebeten. Das betrifft in erster Linie Freiberufler, Handerwerker und Unternehmen aller Grössen, da bereits GEZ registrierte Verbraucher von dieser Regelung vorerst ausgeschlossen sind.
Das eine Gebühr für die es unter Umständen gar keine Gegenleistung gibt, Unverständnis hervorrufen kann,  sollte niemand verwundern. Im Gegenteil es zeigt das (Un)Verständnis der Indendanten für das Internet. Eine Weiterbildung “So funktioniert das Internet” sollte zur Pflichtveranstaltung für diese werden, sich der Markt für online-TV und online-Radio anderen Gesetzen unterliegt als konventielles Radio- und TV Programm.
Bemühen sich andere öffentlich rechtliche Veranstaltungen (z. B. BBC) für den zukünftigen Wettbewerb zu positionieren, fällt den deutschen Indendanten nichts anderes als eine Gebührenerhöhung ein.
Jeder der im Webhostng - Geschäft tätig ist, unabhängig davon ob er ein paar Hundert oder Hunderttausende von Webservern betreibt, wird sich fragen warum er für diese Server GEZ - Gebühr zahlen soll. Nachbesserugen sind schon bevor in Kraft tretend unvermeidbar.